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Entwurf von Balthasar Moll (Wien)

Entwurf: Balthasar Ferdinand Moll

Vergoldeter Karussellwagen Maria Theresias:

Vergoldeter Karussellwagen Maria Theresias

um 1740/42

Hölzerne Schmierachsen mit Eisenblechauflagen

L. 390 cm, H. 140 cm, B. 148 cm

Das barocke Karussell war eine Weiterentwicklung der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Turniere und somit ein wichtiger Bestandteil des höfischen Lebens. Anders als beim Turnier konnten hier nicht nur Herren, sondern auch Damen ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen: Die eigens für diesen Zweck angefertigten kleinen Karussellwägelchen wurden von einem Herrn gelenkt, während die im Fond sitzende Dame mit Degen, Lanze oder Pistole Ringe oder nachgebildete Mohrenköpfe treffen mußte. Als im Dezember 1742, während des österreichischen Erbfolgekriegs, die feindlichen Truppen aus Böhmen vetrieben wurden, wählte die junge Maria Theresia diese Form der höfischen Unterhaltung um ihre militärischen Erfolge zu feiern. Am 2.1.1743 veranstaltete sie in der Winterreitschule der Hofburg ein Damenkarussell, bei dem sie selbst und die Damen ihres Hofes mit Pferd und Wagen Quadrille tanzten und Geschicklichkeitsbewerbe ausfochten. Im Anschluß daran fuhr die Herrscherin mit ihren Damen noch durch die Wiener Innenstadt, um auch der Bevölkerung ein entsprechendes Schauspiel zu bieten. Die Entwürfe zu den eigens für diesen Anlaß angefertigten Karussellwägen lieferte der bedeutende Bildhauer Balthasar Moll. Von den ursprünglich 8 Wägen dieses Damenkarussells hat sich nur einer (W 049) bis heute erhalten. Er ist ein höchst seltenes und wertvolles Beispiel für die hohe künstlerische Qualität dieser im 18. Jahrhundert so beliebten höfischen Wagengattung. (Dr. Kurzel, 1998)

Kunsthistorisches Museum Wien, Wagenburg

Inv.-Nr. WB_W_49_1

 
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