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möglicherweise nach Entwurf von Balthasar Moll (

Entwurf: Balthasar Ferdinand Moll(?)

Reich geschnitzter, vergoldeter Karussell-Schlitten

um 1740/50

L. 330 cm, H. 125 cm, B. 100 cm

Der holzgeschnitzte, muschelförmige Kasten des Schlittens ist fest mit dem reich skulptierten Gestell verbunden. Kufen und Stützen werden von den künstlerisch hochwertigen, geschnitzten Ornamenten geradezu überwuchert, sodaß ihre technische Funktion kaum noch erkennbar ist und der muschelförmige Sitz über den wild bewegten Rocaillen zu schweben scheint. Schlitten dieser Art wurden im 18. Jahrhundert bei den sogenannten "Schlittagen", den öffentlichen Schlittenfahrten des Wiener Hofes, verwendet. Sie wurden einspännig gefahren, wobei der Herr, der das Gefährt lenkte, auf der an der Rückseite des Kastens angebrachten Pritsche saß. Im Schlitten selbst nahm hingegen jene Dame Platz, die ihm durch das Los als Partnerin zugeteilt worden war. (Dr. Kurzel, 1998) Es handelt sich um einen typischen „Rennschlitten“ (auch „Schellenschlitten“ oder Caroussellschlitten“): Einspännig, über den Kufen auf zwei Querhölzern (“Polstern“) ein einsitziger Kasten für die Dame, dahinter eine Sitzpritsche für den lenkenden Herren (vgl. Fischer, Dem Volk zur Schau, 13)

Kunsthistorisches Museum Wien, Wagenburg

Inv.-Nr. WB_W_81_1

 
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