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Wien

Hoftrauer-Galawagen, sogenannter "Trauer-Huldigungswagen"

Gestell um 1690, Kasten um 1730/35, umgebaut im 19. Jahrhundert

L. 614 cm, H. 351 cm, B. 192 cm

Die ursprünglich vergoldete, hochrangige Karosse wurde im frühen 19. Jahrhundert als Hoftrauer-Galawagen adaptiert und dafür schwarz lackiert und ausstaffiert. Erst nach 1918 entdeckte man, daß sich unter den schwarzen Kastenwänden des Trauer- Huldigungswagens Malereien befanden, die in der Zwischenkriegszeit durch Restauratoren des Kunsthistorischen Museums freigelegt wurden. Diese Malereien, die um 1735 von Michelangelo Unterberger geschaffen worden waren, erlaubten schließlich auch die eindeutige Identifizierung des Wagenkastens: Auf einem 1766/67 in der Meytens- Werkstatt entstandenen monumentalen Gemälde sehen wir, daß es genau dieser Wagen war, den Kaiser Franz I. Stephan und sein Sohn Joseph 1764, anläßlich der Krönung Josephs zum römischen König, für ihren Einzug in Frankfurt benützten. Im Trauer- Huldigungswagen hat sich also nicht nur das älteste barocke Fahrgestell des Wiener Hofes, sondern auch der Kasten einer der hochrangigsten Karossen des 18. Jahrhunderts erhalten. (Dr. Kurzel, 1998)

Kunsthistorisches Museum Wien, Wagenburg

Inv.-Nr. WB_W_2_1

 
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