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Skulptur

Statuette: Sitzender Merkur

Römisch, Mittlere Kaiserzeit
2. Jh. n. Chr., nach griech. Vorbild des 4. Jhs. v. Chr.

Bronze, Hohlguß. Augen in Silber eingesetzt, Pupillen vertieft

18,5 cm, 1,1 kg
Packmaß: 20 cm

Der jugendliche, nackte Gott saß ursprünglich auf einem Felsen. Seine Körperhaltung vermittelt nicht den Eindruck des Ausruhens, sondern vielmehr denjenigen von Dynamik und gespannter Erwartung: Oberkörper und Kopf sind nach links gewandt, das linke Bein ist vorgestreckt, während das rechte angezogen und erhöht aufgesetzt ist. Die Rechte ruht vorne auf dem Oberschenkel, die Linke stützt sich mit der flachen Hand auf.
Der Flügelhut im gelockten Haar und der Geldbeutel (lat. marsupium) kennzeichnen den Jüngling als römischen Merkur, den Hermes der Griechen, den Götterboten und Seelengeleiter. Erst die Römer verliehen dem Gott den Geldbeutel als Attribut, bei ihnen wird er fast ausschließlich zum Gott des Handels und der Kaufleute.
Die Statuette geht auf einen sitzenden Hermes des griechischen Bildhauers Lysipp aus der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. zurück. Das griechische Original hielt statt des Geldbeutels den Heroldstab (griech. Kerykeion, lat. Caduceus) in der Rechten.

Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung

Inv.-Nr. ANSA_VI_332

Fundort: Unbekannt

Provenienz:
Ambraser Sammlung; 1847 Übernahme

 
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